Bürgerverein Synagoge Ediger e.V.

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Zur
Geschichte Im Jahre 1624 erließ Kurfürst Phillip Christoph eine wohl aus gegebenen Anlass in den Edigerer Akten eingetragene Judenordnung. Zu dieser Zeit handelten Juden auf dem Ediger-Ellerer Jahrmarkt, wie 1662 berichtet wird. 1663
erscheint der erste Edigerer Jude Abraham auf einer Steuerliste. In der
Folge werden weitere Namen genannt: Meyer, Raphael, Seligmann, Salmon,
Reiß, Ruben, Kaufmann und Mayer. Ursprünglich
beherbergte das heutige Haus Rathausstrasse Nr. 1 die Judenschule. Vor
etwa einhundertfünfzig Jahren wurde die noch vorhandene Synagoge in
neugotischem Stil errichtet. Die ornamentale Decke dieser Zeit, das östliche
Rundfenster, sowie die Thoranische sind großenteils erhalten. Eine
erste Veränderung erfuhr die Synagoge um etwa 1880, als nachträglich
eine Frauenempore eingebaut und straßenseitig ein neuer Zugang
geschaffen wurde. Aus dieser Zeit existieren noch eines der bunt verglasten
Fenster, das westliche, mit Adeleköpfen verzierte Fenstergitter und die
Eingangstür. Nach der Schändung am 9./10. November 1938 ging das Gebäude
in Privatbesitz über, der nach dem Kriege durch den überlebenden
Julius Mayer seine Legalisierung erfuhr. Die
gravierendste Veränderung erlitt die Synagoge, als sie in den 50er
Jahren des 20. Jahrhunderts nach Veräußerung von zwei neuen Eigentümern
geteilt und fortan als Wirtschaftsgebäude genutzt wurde. Eine
Umgestaltung der moselseitigen Hälfte in den späten 80er Jahren als
Wohnung hatte keine weiteren baulichen Veränderungen zur Folge. Veranlasst durch den Fund eines über 200-jährigen Gebetsbuches, der die Tochter der Eigentümerin gemacht hatte, entdeckte und barg man vor zwanzig Jahren auf dem Speicher höchst wertvolle, z.T. illustrierte, hebräische Büchergebets und Erbauungsliteratur), wie auch Kalender des 17. bis 19. Jahrhunderts. Kurz nach 1700 lesen wir in hebräischen Buchstaben „Eticher“ auf dem Bucheintrag des Miosche ba Raphael. Eine Besonderheit stellt der Thorawimpel des Jisrael ba David von „ETCHER“ aus dem 18. Jahrhundertdar. Diese Kostbarkeiten werden von der Universität Trier gehütet und waren dort bereits auf einer Ausstellung zu sehen. (Herrn Prof. Dr. Walter Röll, Universität Trier, danke ich für freundliche Mitteilungen).
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1998/1999
gelangten bei einer neuerlichen systematischen Durchsuchung u.a. Reste
von Büchern der Jahre 1713, 1749 und 1789, sowie die heiligen Texte aus
Exodus und Deuteronium, auf Stirn und Hand zu tragen (Tefillin), und
Türsegen (Messua) ans Licht. Darüber hinaus fanden
sich der Rest eines Thorawimpels, Gebietsriemen, ein Beutel, zahlreiche
Weidenringe für den Feststrauß am Laubhüttenfest und kleine Gebetsmäntel.
Die Textfragmente, unter denen auch Manuskripte sind, reichen von der Größe
39cm x 24 cm bis zum Millimeterschnipsel, von denen einer den
Gottesnamen trägt. Am
14. April 1998 bildete sich ein Kuratorium, dessen Anliegen der Erwerb
und die Wiederherstellung der Synagoge war. Dem folgte am 5. September
1999die Gründung des Bürgervereins Synagoge Ediger e.V.. , der sich
demgenannten Ziel verpflichtet weiß und nach dessen Wunsch das Gebäude
zu einem HAUS DER
PSALMEN werden soll. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Erwähnung verdient, dass die Gemeinde Ediger-Eller auf Antrag und nach Entwurf des Kuratoriums je eine würdige Gedenktafel für die Opfer der Schoa (Vernichtung) in den beiden Ortsteilen erstellen ließ. Erwähnung verdient, dass die Gemeinde Ediger-Eller auf Antrag und nach Entwurf des Kuratoriums je eine würdige Gedenktafel für die Opfer der Schoa (Vernichtung) in den beiden Ortsteilen erstellen ließ. Auf dem Synagogenspeicher (Genisa) gefundenes Fragment des Titelblattes eines hebräischen Pentateuch mit Kommentar., gedruckt bei Rabbi Hirsch in Wilhermsdorf bei Nürnberg 1713 Moses darstellend. (freundliche
Mitteilung von Herrn Prof. Dr. Dr. Meir Ayali, Universität Haifa). In
der Synagoge von Ediger mit ihrer Genisa (Ablage für gebrauchte sakrale
Gegenstände) hat sich ein einmaliger, für die gesamte Moselregion
bedeutsamer Schatz erhalten. Werden
Sie Mitglied im Bürgerverein Synagoge Ediger e.V. und unterstützen Sie
ihn bei seinem Vorhaben, das sakrale Gebäude zu erwerben und es als ein
religiöses und kulturelles Gut in würdiger Weise für die Nachwelt zu
erhalten! Wolfgang Wolpert |
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i t g l i e d s b e i t r a g : Jährlich 25,--€ Jugendliche unter 18 Jahren Frei
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o r s i t z e n d e r :
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Spendenquittungen
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